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Partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe
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inconso im Gespräch mit Mario Kaimberger und Karlheinz Venter, Logwin AG
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Logwin positioniert sich als internationaler Logistikdienstleister mit besonderem Fokus auf ganzheitliche Logistik- und Transportlösungen. Auf welchen Wettbewerbsvorteilen beruht dabei Ihre Erfolgsgeschichte?
Karlheinz Venter
Director Business Development
and Information Technology,
Logwin AG
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Karlheinz Venter: Unser Kerngeschäft sind ganzheitliche Lösungen, von der Beschaffungslogistik über produktionsnahe Leistungen bis zur Auslieferung. Die Nähe zu unseren Kunden, ihren Märkten und Branchen ist für uns die Basis des gemeinsamen Erfolgs. Logwin verbindet die Vorteile eines internationalen Konzerns mit denen eines mittelständisch orientierten Unternehmens vor Ort. Für unsere Kunden zählt nicht die Fülle an Leistungen, sondern deren Qualität und Passgenauigkeit auf ihre Anforderungen. Dabei bieten wir nicht die gleiche Lösung zum günstigeren Preis an. Wir wollen vielmehr gemeinsam weiterdenken, alternative Lösungen entwickeln. Unser Anspruch ist es, die Effizienz in der Logistik zu steigern. Nur so entsteht eine zukunftsorientierte Win-win-Situation. Als erfahrener Logistikdienstleister, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1877 zurückreichen, wissen wir, dass die Lösung von heute bereits morgen anders aussehen kann. Durch hohe Flexibilität, kurze Entscheidungswege, individuelle Lösungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe differenzieren wir uns im Wettbewerb.

Mario Kaimberger
Director Operations Process
Development,
Logwin AG
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Mario Kaimberger: Bei den angesprochenen Individuallösungen liegt die größte Herausforderung darin, trotz kundenspezifischer Prozesse und Leistungen, diese möglichst effizient und kostengünstig und damit auch attraktiv für den Kunden zu erbringen. Darüber hinaus gilt insbesondere für unser Geschäft „Stillstand ist Rückschritt“. Das heißt für Logwin, dass wir uns nicht damit zufrieden geben, einen Kunden gewonnen zu haben, sondern wir arbeiten permanent an der Verbesserung unserer Leistungen. Das ist auf der einen Seite unser innerer Anspruch und auf der anderen Seite ist es getrieben durch das sehr kompetitive Marktumfeld. Wir müssen stets in Bewegung bleiben.
Welche Bedeutung hat dabei für Logwin die Informationstechnologie?
Karlheinz Venter: Informationstechnologie ist für Logwin ein integraler Bestandteil bei der Erbringung unserer logistischen Dienstleistungen oder anders ausgedrückt „ohne IT keine Logistikdienstleistung“. Dabei soll die IT auch dazu beitragen, bestehende Geschäfte weiter auszubauen und neue Geschäfte zu generieren. Entsprechend sind Investitionen erforderlich, um einen direkten Informationsaustausch über Schnittstellen oder ein Tracking & Tracing-System zu haben, aber auch um Logistikprozesse effizienter abwickeln zu können, beispielsweise durch einen durchgängigen Einsatz von Scannern oder Pick-by-Voice-Lösungen. Wenn wir zu jedem Zeitpunkt wissen, welche Aufträge in welchem Bearbeitungsstatus sind, können wir unseren Personal- und Ressourceneinsatz laufend optimieren und dadurch unsere Lagerdienstleistungen zu den vom Markt geforderten Konditionen erbringen. Dabei steigen die operativen Anforderungen durch eine zunehmende Produktvielfalt und Kundenindividualität. Hat es früher ausgereicht, einige wenige Arbeitsanweisungen im Lager auszuhängen, müssen die Prozesse heute mit verschiedenen Partnern abgestimmt und im IT-System abgebildet sein, um diese dann auch noch mit den Kundensystemen vernetzen zu können.
Nach langjähriger Zusammenarbeit in einzelnen Projekten schlossen Logwin und inconso im April 2011 einen Kooperationsvertrag zur strategischen Zusammenarbeit. Was waren für Sie die Beweggründe, diesen Weg mit inconso zu gehen?
Karlheinz Venter: Die durchweg sehr guten Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit inconso haben am Ende des Tages den Ausschlag gegeben, die strategische Zusammenarbeit auch langfristig zu fixieren. Die Erfahrung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Qualität der Anwendungssysteme, sondern umfasst auch die fachliche Kompetenz und Flexibilität auf Seite von inconso. Die in der Vergangenheit gelebte Partnerschaft entspricht auch unserem Verständnis von Kundenorientierung. Ganz wichtig für Logwin war dabei auch, dass der Partner die Anforderungen und auch die finanziellen Spielräume eines Logistikdienstleisters versteht.
Mit der gemeinsamen Entwicklung eines standardisierten, auf die Logwin-Erfordernisse angepassten Templates (Business-Schablone) wurde ein neuer Weg beschritten. Was waren die Gründe hierfür und hat sich der Ansatz im praktischen Einsatz bewährt?
Mario Kaimberger: Gemeinsam mit inconso haben wir ein hochflexibles, leistungsfähiges System so vorkonfiguriert, dass damit sehr geringe Implementierungskosten entstehen. Noch wichtiger ist die Möglichkeit, die Logwin Standorte flexibel mit dem Geschäft mitwachsen zu lassen. Wenn Logwin einen Kunden auf mehreren Lagerstandorten abbilden möchte, kann dies problemlos durchgeführt werden. Wenn ein Standort einen eFulfillment-Kunden gewinnt, können ganz einfach die standardisierten Retourenprozesse und Schnittstellen genutzt werden. Eine weitere treibende Idee hinter der Entwicklung und der Nutzung der Business-Schablone war es, die logistischen Prozesse unternehmensweit soweit wie möglich zu standardisieren. Dies ermöglicht einerseits die effiziente Umsetzung von Kundenanforderungen. Andererseits können alle Niederlassungen von allen Weiterentwicklungen 1:1 profitieren. Die Business-Schablone ist sicher der richtige Ansatz, um das Projekt „Standardisierung der WMS-Systeme und Lagerprozesse“ in seinem ganzen Ausmaß erfolgreich umsetzen zu können. Das Konzept und der Einsatz haben sich von Anfang an bewährt! Bereits mit dem Go-Live in der zweiten Niederlassung konnten die Läger Vorteile aus den jeweiligen Weiterentwicklungen ziehen.
Wie kann beim Einsatz der standardisierten Vorlagen dennoch die erforderliche Flexibilität gewahrt werden?
Karlheinz Venter: Der Ansatz war, die Business-Schablone derart zu konzipieren, dass ein sehr weiter Prozessbereich konfigurierbar ist. Dadurch ist das System sehr flexibel und kann auf die Erfordernisse in den verschiedenen Standorten angepasst werden und dabei trotzdem „Standard“ bleiben. Beispielsweise können für jedes Lager spezifisch das Lagerlayout, die Ein- und Auslagerstrategien, die Kommissionierreihenfolge sowie weitere kundenspezifische Anforderungen konfiguriert werden.
Ein knappes Jahr nach Beginn der strategischen Zusammenarbeit – wie bewerten Sie die Erfahrungen mit inconso und den Teams?
Mario Kaimberger: Im äußerst erfolgreichen ersten Rollout-Jahr ist durch konstruktive Zusammenarbeit eine freundschaftliche und noch intensivere Partnerschaft entstanden, von deren Erfahrungsaustausch beide Seiten profitieren. Logwin hat sich vorgenommen, bis 2015 alle Lagerstandorte auf inconsoWMS X umzustellen. Wir sind hier sehr stolz, dass wir dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen inconso, den Logwin Kunden sowie den Logwin internen Abteilungen vor dem Zeitplan liegen.
Welche geschäftlichen Erwartungen oder Ziele haben Sie für die kommenden Jahre? Auf welche Veränderungen im Logistikdienstleistungsbereich sind Sie eingestellt?
Karlheinz Venter: Logwin will als weltweit tätiges Unternehmen weiter profitabel und nachhaltig wachsen. Dabei stellen wir uns verstärkt auf den steigenden Wunsch nach Individualität und Flexibilität unserer Kunden ein. Die Entwicklungen der letzten Jahre lassen zudem einen weiter erhöhten Kostendruck erwarten und machen weitere Effizienzsteigerungen notwendig. Aber auch die Risikoabsicherung spielt eine zunehmend große Rolle. In den mittlerweile sehr eng geplanten Supply Chains ist neben Flexibilität auch Stabilität gefragt, um die negativen Auswirkungen der steigenden Volatilität in den Märkten abzufedern. Gute Wachstumschancen sehen wir in den aufstrebenden Ländern Osteuropas – für diese Märkte brauchen wir Systeme, die kostengünstig zu betreiben sind und deren Einführung mit wenig Aufwand geleistet werden kann – oder anders ausgedrückt, wir brauchen die Business-Schablone.
Mario Kaimberger: Eine der wesentlichen Veränderungen im Markt ist, dass die Implementierungszeiträume für neue Geschäfte immer kürzer werden. Man hat keine Zeit mehr, neue Systeme oder Prozesse zu entwickeln. Das bedeutet am Ende, dass wir entweder einen sehr effizienten Retourenprozess an einem Lagerstandort zur Verfügung haben oder man braucht beispielsweise an keiner eFulfillment- oder eCommerce-Ausschreibung mehr teilzunehmen. Zusammenfassend können wir sagen, dass wir das Spannungsfeld zwischen effizienten und standardisierten Prozessen, der geforderten Schnelligkeit und Flexibilität sowie die konsequente Nutzung von Wachstumschancen als spannende Herausforderung sehen, die wir gerne annehmen.
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