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dm-drogerie markt: die gesamte Logistik im Blick
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inconsoWMS X steuert neues Verteilzentrum in Weilerswist
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Vom Waschpulver über Katzenstreu bis hin zum einzelnen Lippenstift und Nagellack werden im Logistikzentrum von dm-drogerie markt in Weilerswist Kartonware und Kleinteile kommissioniert. Der Aufwand für die Filialmitarbeiter soll so gering wie möglich gehalten werden – dadurch ist die Lagerverwaltung umso komplexer. Auf Basis der hoch flexiblen Lagerverwaltungs- und Steuerungs-Software inconsoWMS X erarbeitete die inconso AG leistungsfähige Lösungen und erfüllt so die umfassenden Anforderungen des Unternehmens.
Das Ende 2009 bereits zum Teil in Betrieb genommene Logistikzentrum in Weilerswist vereint die Funktionen der vorherigen Verteilzentren für Kartonware in Weilerswist und für Kleinteile in Meckenheim. Ebenfalls eingegliedert ist ein vollautomatisches Hochregallager mit 13.860 Palettenstellplätzen. In dem 50.000 Quadratmeter großen Verteilzentrum sind ca. 1.250 Mitarbeiter angestellt. Auf allen Ebenen und in allen Abläufen werden hier die modernsten technischen Standards erfüllt. Auf insgesamt 10 Kilometern Förderband bzw. -gurt wird die Ware transportiert und passiert schließlich auf etwa 2.500 Paletten pro Tag den Warenausgang. Seit Januar 2011 ist das Projekt nun vollständig abgeschlossen.

Ausschlaggebender Anlass für die Errichtung des neuen Verteilzentrums war für die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG das erhöhte Mengenwachstum, das in den vorherigen Standorten nicht mehr realisiert werden konnte. Außerdem erwartete man durch den Neubau und den Einsatz neuer Technologien einen beträchtlichen Produktivitätssprung. Mit dem neuen Verteilzentrum in Weilerswist kann nun das Mengenwachstum in den kommenden Jahren bewältigt werden.
//// Komplexität im System – Entlastung der Filiale
Die Ansprüche an das Logistiksystem seitens dm-drogerie markt sind hoch und komplex. Dementsprechend hat man bei allen Abläufen den gesamten Logistik-Prozess im Blick, an dessen Ende die einzelne Filiale steht. Darauf ist alles abgestimmt – hier soll nur so viel Ware wie notwendig gelagert werden und die Arbeit für die Filialmitarbeiter so schnell und einfach wie möglich sein. Daher orientiert man sich beim Kommissionieren am Filial-Layout: Die Paletten werden in der Reihenfolge so beladen oder sortiert, wie sie dann in der Filiale wieder ausgepackt werden – von Regal zu Regal. Dabei wird aber auch darauf geachtet, dass die Palette gleichmäßig belastet wird und das Gewicht optimal verteilt ist: Schwere Artikel nach unten, leichte nach oben.
Dennoch soll der Aufwand in der Kommissionierung minimiert werden. Eigens für dm-drogerie markt entwickelte Caddys, die über eine Einschienenhängebahn das Verteilzentrum durchlaufen, werden in Verbindung mit der Lagerverwaltungssoftware inconsoWMS X zu intelligenten Pickmobilen. Auf den Bildschirmen der auf der Elektrohängebahn angebrachten Industrie-PCs sieht der Kommissionierer, wie viele und welche Artikel gepickt werden sollen. Die Software überzeugt hier durch Übersichtlichkeit und einfache Handhabung: Sie liefert die Impulse für die farbige Fachanleuchtung. Bei Grün ist es ein Pick – was zu 90 Prozent der Fall ist – bei Rot mehr als einer. Auch hier sind die Prozesse so weit optimiert, dass Caddys einzelne Gänge bei weniger als drei unterschiedlichen Artikeln gar nicht erst anfahren und diese Picks dann auf andere Caddys übertragen werden. Des Weiteren sind die Caddys mit einer Waage verbunden, die bei einer Abweichung dafür sorgt, dass der Wagen stehen bleibt und erst nach der Korrektur durch den Kommissionierer weiterfährt.
Auf insgesamt drei Ebenen wird so mit Hilfe von 215 Caddys Kartonware kommissioniert. Die Regalbereiche zwischen den Kommissioniergängen dienen der Reserve – diese soll sich im Lager immer möglichst nah an der Kommissionierung befinden. Die Kommissionierplätze werden von 13 Regalbediengeräten mit Nachschub versorgt.
//// Einzelbehandlung für dekorative Kosmetik
Den Gegenpol zum Verteilzentrum für Kartonware bildet die Kleinteilkommissionierung, speziell die der dekorativen Kosmetik. Die einzelnen Artikel aus dem Sortiment sind verhältnismäßig teuer, weshalb der Artikelbestand in der Filiale so gering wie möglich sein sollte. Auf zwei Ebenen zu je acht Gängen und zwölf Bahnhöfen pro Gang werden mittels Pick-by-Light-Technik die Artikel einzeln kommissioniert, wobei die Kommissionierreihenfolge artikelgruppenweise erfolgt. Eine Artikelgruppe wird vor dem Einlegen in den Filialbehälter in eine Tüte verpackt. Besonders in diesem Bereich muss die Software ständig berücksichtigen, dass alle Bahnhöfe und auch die Regalbediengeräte nach Möglichkeit gleichmäßig ausgelastet sind. Auf die Kommissionierung folgt dann die Qualitätssicherung. Hier werden die Behälter gewogen: Gibt es abweichende Werte, so wird der Inhalt des kompletten Behälters erneut einzeln überprüft.
Für derartige Besonderheiten in der Kommissionierung bietet die Lagerverwaltungssoftware inconsoWMS X die beste Grundlage. Neben diesen Prozessen optimiert die Lösung ebenso den Wareneingang, die manuelle und automatische Einlagerungsvorbereitung, die Vereinzelungsplätze und zu guter Letzt die Qualitätssicherung. Auf mehr als 550 Stand- und Industrie-PCs ist sie installiert, sorgt so für effiziente Abläufe und unterstützt dadurch den Grundgedanken von dm-drogerie markt, alle Einzelschritte und Arbeitsprozesse ineinander greifen zu lassen.
Damit dieses Vorhaben nicht nur in allen Abläufen spürbar, sondern auch sichtbar wird, hat dm im Verteilzentrum Weilerswist ein ungewöhnliches Farbkonzept umgesetzt. Im Gegensatz zu den üblichen Blau- oder Grautönen strahlen dem Lagermitarbeiter oder -besucher in allen Bereichen des Logistikzentrums Weilerswist kräftige Farben entgegen. Diese schaffen eine angenehme und anregende Arbeitsatmosphäre und repräsentieren die umfassende Verknüpfung der Arbeitsschritte.
//// Moderne Vereinnahmung auf Expressbahnen
Weitere Attribute, die das Verteilzentrum in Weilerswist zu einem der modernsten in Europa machen, zeigen sich in allen logistischen Abläufen. So werden die Paletten am Wareneingang zu 60 Prozent per DESADV, also einem elektronischen Lieferschein, über Expressbahnen vereinnahmt. Am I-Punkt erfolgt vorher eine Kontrolle von Höhe, Gewicht und Palettenkontur. Wird bei der manuellen oder halbautomatischen Vereinnahmung eine Abweichung festgestellt – stimmen zum Beispiel die Mengen- oder Warenangaben nicht – so gibt es eine weitere genaue Überprüfung der Ware an Unkonformplätzen. Um einen reibungslosen Ablauf im Verteilzentrum zu garantieren, müssen zudem 5 Prozent der Paletten unterpalettiert werden – einige werden sogar komplett neu palettiert.
//// Einlagerungsvorbereitung – manuell, halbautomatisch und automatisch
Die Einlagerungsvorbereitung ist wiederum in drei Linien aufgeteilt: die automatische, die halbautomatische und eine manuelle. Hier werden die Kleinteile für den automatischen Nachschub vorbereitet. Die Kartons müssen also von der Palette gepackt und geöffnet werden. Daraufhin wird die Ware in Trays umgepackt. Um die Artikel auf der automatischen Linie bearbeiten zu können, müssen die Paletten inklusive der Verpackung speziell vorbereitet sein. Gemeinsam mit seinen Lieferanten versucht dm kontinuierlich, den Prozess und die Verpackungen zu optimieren, um so eine effiziente Abwicklung zu garantieren.
//// Weniger Transportaufwand durch Umschlagslager
Eine weitere logistische Besonderheit in Weilerswist wird im Warenausgang sichtbar. Gab es im vorherigen Verteilzentrum noch 56 Versandbahnen für die Verladung, so sind es heute nur noch neun. Dies ist auf die Organisation der Warentransporte über 22 Umschlagslager zurückzuführen. Vor der Verladung werden die Paletten mit der Kartonware in einem materialsparenden Haubenstretcher mit Folie für den Transport gesichert.
In allen Prozessabschnitten des Verteilzentrums muss die Software für eine gleichmäßige Auslastung sorgen. Gleichzeitig wird aber ebenso die Integration von aktuellen Standards berücksichtigt. So wird beispielsweise der GRAI-Code (Global Returnable Asset Identifier) zur Kennzeichnung der Behälter eingesetzt um flexibel auf spätere Anpassungen oder Veränderungen reagieren zu können. Die Kombination aus Kommissionierbehältern, der Pick-by-Light-Technik und dem Materialflussrechner muss jederzeit funktionieren und sollte bei Ausfällen innerhalb von kürzester Zeit wieder aufgesetzt werden können. Laut Joachim Lück, dem Koordinator der Verteilzentren bei dm-drogerie markt hat sich das Lagerverwaltungssystem inconsoWMS X bei der Erfüllung dieser Anforderungen schon während der Inbetriebnahme bewährt: „In dieser Phase gab es nur wenige einzelne Wartungsfälle und deren Auswirkungen waren nicht gravierend.“
//// Meilensteine in der Inbetriebnahme
So erwies sich auch die ausführliche Vorbereitung in der Inbetriebnahme als beispielhaft: Nach einigen Trocken- und Massentests sowie integrativen Funktionstests auf der Baustelle konnten nach nur wenigen Korrekturen letztlich alle Teilschritte in Betrieb genommen werden. Eine große, aber von inconso auch gemeisterte Hürde war dabei die zeitliche Konstellation: einige Bereiche des Verteilzentrums waren schon im Produktionsstatus, die anderen mussten aber noch getestet werden. „So liefen beispielsweise der Wareneingang und -ausgang sowie die Kommissionierung über die Einschienenhängebahn schon seit September 2009 während praktisch nebenan noch die Prozesse im Hochregallager, der Einlagerungsvorbereitung und der Pick-by-Light-Kommissionierung getestet wurden“, erklärt Joachim Lück.
Eine weitere Erschwernis der Testläufe ergab sich aus der Testware, die für jeden neuen Testlauf immer wieder neu verpackt werden musste, damit sie dann den ordnungsgemäßen Ablauf durch das Verteilzentrum absolvieren konnte. Dieses aufwändige, mehrstufige Testmanagement hat sich Lück zufolge ausgezahlt: „Wir können uns heute auf ein stabiles und produktives System in Weilerswist verlassen.“
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