Das Warehouse Management System inconsoWMS S besteht aus fünf Basismodulen, die bei Bedarf aktiviert werden. In der kleinsten Ausprägung ist das Warehouse Management System inconsoWMS S bereits mit dem Modul WMS-Lagerverwaltung lauffähig. Innerhalb der Basismodule gibt es eine Vielzahl von Funktionsbausteinen. Insgesamt gewährleistet das Warehouse Management System inconsoWMS S ein hohes Maß an Flexibilität und eignet sich daher hervorragend für den Einsatz in dynamischen Umfeldern.
//// Basismodule des inconsoWMS S
//// Basismodul inconsoWMS S
Das Basismodul ist Voraussetzung zur Abwicklung von Lagerprozessen. Das Warehouse Management Modul enthält alle grundlegenden Funktionen zur Abbildung von Logistikprozessen im Wareneingang, in der Kommissionierung, in der Bereitstellung und im Warenausgang. Zudem zählen folgende Warehouse Management Funktionen und Eigenschaften zum Leistungsumfang des Basismoduls:
- Mandantenfähigkeit
- Mehrsprachigkeit
- Stammdatenverwaltung
- Benutzerverwaltung
- Stellplatzverwaltung
- Mandantenaufträge
- Lagerbewegungen
- Bestandsverwaltung
- Bestandsreservierung
- Chargenverwaltung
- Stichtagsinventur
Darüber hinaus kann der Standardleistungsumfang um folgende Erweiterungen ergänzt werden:
Standortverwaltung
Die Standortverwaltung ermöglicht die Verwaltung verschiedener Standorte in einer DB-Instanz. Pro Standort können unterschiedliche Stellplatzstrukturen aufgebaut werden. Bestände und Bewegungen werden nur in den zugeordneten Standorten angezeigt. Der Artikelstamm ist standortübergreifend verfügbar.
Formulargenerator
Das Warehouse Management System inconsoWMS S verfügt zum Erstellen und zum Pflegen von Formularen und Labeln über einen eigenen Formulargenerator.
Stellplatzkapazitätsverwaltung (erweitert)
Diese Funktion dient der Kapazitätsberechnung beim Mischen von Ladehilfsmitteltypen auf einem Stellplatz.
Packstückverwaltung / -verpackung
Die Packstückverwaltung ermöglicht Packstücke ohne Artikelstamm im Warehouse Management System inconsoWMS S über eine eigenständige Identifikationsnummer zu verwalten. Weiter können mit der Verpackung Artikel in Packstücke verpackt bzw. aus Packstücken entpackt werden (Verpackungspackstücke). Die Packstückverwaltung stellt eine Bestands-verwaltung, sowohl für Verpackungs- als auch für Lagerungspackstücke, dar.
Transport/Transportgefäß/Ladungsdisposition
Diese Erweiterungsfunktion erlaubt die zusammengefasste Bearbeitung beliebig vieler Sendungen mit gleichen Versandmerkmalen. Es wird in eingehende und ausgehende Transporte und innerhalb der Transporte Vor-, Haupt- und Nachläufe unterschieden.
Produktion / Veredelung
Die Erweiterung Produkt/Veredelung beinhaltet die Verarbeitung von Stücklisten zur Montage, Setbildung oder zur Bildung von Verkaufseinheiten.
ADC Automatische Datenverarbeitung
Sendungsübergreifende Datenerfassung mit Scannern und definierten Barcodes (EAN-128-Label gem. GS1) zur Vereinnahmung und Erkennung von Lagerhilfsmitteln (Paletten).
Skriptreservierung
Verwaltung von Musterreservierungen, um verschiedene Reservierungsprozesse zu steuern und wiederkehrende Reservierungsabläufe zu automatisieren.
Seriennummern
Die Funktion dient der Erfassung von Seriennummern im Warenausgang beim Kommissionieren oder Verpacken.
Gefahrstoff
Ermöglicht die Zuordnung von Artikeln zu Gefahrgutklassen und Packvorschriften im Warehouse Management System, die in Papierform ausgewertet werden können.
Paketdienst
Unterstützung des Standardversands für Deutsche Post, DPD, Hermes, GLS. Bei umfassenderen Anforderungen an den Paketversand empfehlen wir den Einsatz von professionellen Versandsystemen.
Crossdocking
Mit dem Crossdockingmodul können Packstücke vereinnahmt werden und entweder direkt einem ausgehenden Transport zugeordnet oder erst eingelagert und zu einem späteren Zeitpunkt einem Transport zugeführt werden. Im Standardprozess werden die Packstücke in einem Wareneingangsbeleg vereinnahmt und einem Stellplatz zugeordnet. Über einen Warenausgangsbeleg können alle oder einige Packstücke eines Wareneinganges abgefordert und einem Transport zugeordnet werden.
Zolllager (OZL)
Mit dem Modul „Zolllager (OZL)“ werden neben den logistischen Stammdaten auch die notwendigen Zolldaten wie Zolltarifnummer, Warenwerte, Frankaturen und Dokumente in die Integrität der Bewegungen und Buchungen aufgenommen. Auswertungen über die Bewegungen, Produktion, Bestände und die Berechnung der Zölle erfolgen im Erweiterungsmodul. Eine Anbindung an den Zoll ist somit möglich.
Verbrauchssteuerlager (OBL)
Mit dem Modul werden neben den logistischen Stammdaten auch die notwendigen Daten für Verbrauchssteuern wie Zolltarifnummer, Verbrauchsteuern, Liter Alkohol oder Grad Plato und Dokumente in die Integrität der Bewegungen und Buchungen aufgenommen. Auswertungen über die Bewegungen, Produktion, Bestände und die Berechnung der Verbrauchssteuern erfolgen im Erweiterungsmodul. Eine Auswertung und Erstellung eines Journals stehen zur Verfügung.
Fakturierung
Mit der Fakturierung können alle im Lager entstandenen Aufwände des Lagerhalters an den Mandanten abgerechnet werden. Diese Leistungen werden mandantenbezogen in Kontrakten als Stammdaten gepflegt und zur Rechnungserstellung mit den entsprechenden Mengen zusammengestellt. Die Fakturierung kann sowohl manuell für jede einzelne Leistung als auch automatisch über alle Leistungen in einem definierten Abrechnungszeitraum erfolgen.
Dokumentenverwaltung
Die Dokumentenverwaltung erlaubt die Erstellung und Speicherung von Dokumenten unterschiedlichster Art. Jedes Dokument wird mit einem Dokumententyp und einer eigenen Nummer gespeichert. Je Dokumententyp können mehrere Nummernkreise hinterlegt werden. Dieses Erweiterungsmodul wird zur Verwaltung von sendungsbegleitenden Dokumenten benötigt.
Rückstandsverwaltung
Auflistung nicht komplett ausgeführter Auslagerungsaufträge, um Nachlieferungen sicherzustellen.
Ereignis- und E-Mail-Modul - Eventmanagement
Dieses Modul beinhaltet Funktionen für das Eventmanagement. Über Customizing können Ereignisse definiert werden, bei deren Erreichen definierte Aktionen wie z. B. das Drucken von Belegen oder Versenden von E-Mails ausgeführt werden.
Archivierung
Nicht mehr relevante Bewegungsdaten aus den Haupttabellen der Datenbank werden in Archivtabellen verschoben.
Serienbuchung
Mit der Serienbuchung können Bestände in ihren trennbaren Eigenschaften umgebucht werden. So ist z.B. eine Chargen-, MHD- oder Produktions-datumsänderung für bestimmte Artikel oder Chargen und weiter begrenzbar auf bestimmte Zubuchungsdialoge änderbar. Des Weiteren können Bestände aus einem logischen Lager wie z.B. QS-Lager in das Standard-Lager umgebucht werden oder zwischen den Mandanten im System können Bestände umgebucht werden.
Einlagerungsstrategien
Einlagerungsstrategien werden zusammengesetzt aus Einlagerungsregeln. Die Einlagerungsregeln umfassen Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um erfolgreich eine Stellplatzvergabe im Warehouse Management System durchführen zu können. Verschiedene Regeln werden in den Strategien zusammengefasst und eine Reihenfolge definiert, in der sie abgearbeitet werden sollen. Das heißt, wenn die erste Regel keinen Erfolg hat, kann die zweite Regel greifen, wenn diese ebenfalls keinen Erfolg hat, wird mit den Bedingungen der dritten Regel gesucht usw. Die Einlagerungsstrategien im Warehouse Management System inconsoWMS S sind kundenunabhängig und werden während der Stellplatzvergabe zugeordnet.
Reservierungsregeln
Reservierungsstrategien erlauben eine weitgehende Anpassung des Vorgehens beim Reservieren an die Anforderungen des Mandanten / Anwenders. In dem Warehouse Management System inconsoWMS S wird jeder Reservierungsauftrag einer Strategie zugeordnet. Nach dieser Strategie wird beim Reservieren vorgegangen. Eine Strategie besteht aus einer Folge von Regeln. Es können beliebig viele Regeln zu einer Strategie gehören. Die Regeln haben eine Reihenfolge. Sie werden in dieser Reihenfolge abgearbeitet. Wird nach einer Regel eine Lagereinheit gefunden, von der gepickt werden kann, dann ist die Strategie erfolgreich beendet.
Permanente Inventur
Das Erweiterungsmodul ist als lagerplatzbezogene permanente Inventur ausgelegt. Dabei werden alle Plätze einmal im Wirtschaftsjahr gezählt. Die Zählung wird durch eine Nulldurchgangsinventur unterstützt. In einem gesonderten Dialog können alle im aktuellen Wirtschaftjahr noch nicht gezählten Plätze gelistet werden. Dabei können Plätze bestimmter Bereiche oder mit geringem Bestand gefiltert werden. Aus dem Dialog heraus kann vom Anwender die Zählung dieser Plätze veranlasst werden. Dabei werden die für die Zählung ausgewählten Plätze für jegliche Lagerbewegungen und Buchungen gesperrt. Mit der Rückmeldung der Zählung wird das Zähldatum auf dem Platz gesetzt und eventuelle Bestandsdifferenzen in einen Inventurbestand gebucht.
Leergutverwaltung
Mit der Leergutverwaltung werden die Bestände der leeren Lagerhilfsmittel wie z.B. Europaletten verwaltet. In einer schnellen Übersicht sehen Sie welcher Spediteur oder Kunde Lagerhilfsmittel bekommen oder geliefert hat.
//// Basismodul EDI
Das Basismodul EDI ist das Modul für den elektronischen Datenaustausch mit angeschlossenen Systemen. Zum Basisumfang zählen Standardschnittstellen für Wareneingangsavise, Lieferanweisungen, Sonderbewegungen, Bestandsabgleich, Artikelstammdaten und Adressstammdaten. Funktional zählen Fehlerprotokolle, Warnungen, allgemeine Meldungen, Transferautomatik, Zeitautomatik für Einlesen und Schreiben von Daten zum Standardleistungsumfang.
XML
Erweiterung der Standardschnittstelle für Datenaustausch im XML Format für Artikelstammdaten, Adressstammdaten, Wareneingangs- und Ausgangs-Avise, Sonderbewegungen, Bestandsabgleiche.
EDIFACT
Verarbeitung von Daten der Formate DESADV, ORDERS, RECADV, INVRPT, PRODAT, IFTMIN, IFSTA, DELJIT.
SAP
Kommunikation über IDoc, XML und auch per RFC. Unterstützt werden u. a. folgende IDocs: Delvry01, Delvry03, Wmtcid01,Wmmbid01, ShpIbdlvSaveReplica01, ShpObdlvSaveReplica01, ShpIbdlvConfDec02, ShpObdlvConfDec02, InvCon01, Mbgmcr02, MatMas03.
Speditionssysteme
Unterstützung von Standardschnittstellen zu den Speditionssystemen PAS, PROCARS, EUROMISTRAL.
Zollsysteme
Anbindung an das Zollsystem ATLAS über TIA, Dakosy und dbh.
Zeitplansteuerung
Mit diesem Modul wird die Möglichkeit geboten, bestimmte Schnittstellen zu vordefinierten Zeiten starten zu lassen.
//// Basismodul WCS
Über das Basismodul WCS werden Möglichkeiten des Monitorings und des Controllings realisiert. Daten werden aus der zentralen Datenbank abgefragt und aufbereitet in verschiedene Listen ausgegeben. Auszugsweise verfügt dieses Modul über folgende Leistungsmerkmale:
- Kundenübergreifender Auftragsbestand
- Geräteüberwachung
- Mitarbeitereinsatzkontrolle
- ABC-Analyse
- Auftragsstatistiken
- Zollfunktionen
- Chargenverfolgung
- Stichtagsbestände
- Lagerauswertungen
//// Basismodul MFCS
Der Datenfunk ist ein integraler Bestandteil des inconsoWMS S und ist im Basismodul MFCS abgebildet. Alle Funktionen vom Staplerleitsystem, der Staplersteuerung, der scannergestützten oder beleglosen Kommissionierung bis zum Verladescanning und der Inventurzählung werden über dieses Modul koordiniert. Über Strategiepläne können Aktivitäten wie z. B. Einlagerungen, Umlagerungen oder Auslagerungen mit unterschiedlichen Prioritäten versehen werden. Auch ist es möglich, innerhalb der jeweiligen Aktivitäten unterschiedliche Strategien zu verfolgen. Zum Beispiel könnten unterschiedliche Abwicklungen im Wareneingang aufgrund kundenspezifischer Vorgaben berücksichtigt werden. Ferner ist es möglich Strategien zu definieren, die bestimmte Situationen im Lager prüfen und bei der Vergabe von Lagerplätzen berücksichtigen.
//// Modul eLog
Über dieses Modul können Daten in einer Browserumgebung mit angeschlossenen und zugelassenen Parteien ausgetauscht werden. Neben Bestandsinformationen können über dieses Portal auch Warenavisierungen kommuniziert werden. Des Weiteren dient diese Plattform zum Tracking und Tracing von Sendungen.