Herz, Verstand und hohes Tempo bei Douglas |
inconso realisiert hocheffizientes Logistiksystem für Douglas mit SAP LES |
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„Mit Herz und Verstand“ werden Kundinnen und Kunden in den mehr als tausend Douglas-Fachgeschäften in Deutschland und international beraten, wann immer es um Duft und Körperpflege, um die gepflegte Erscheinung geht. Den Beraterinnen und Beratern in den Filialen jederzeit den Rücken freizuhalten, damit sie sich ganz auf diese wichtigste Aufgabe konzentrieren können – das ist eines der Hauptziele der Douglas-Logistik. Für die informationstechnische Unterstützung der logistischen Prozesse setzt Douglas jetzt auf eine SAP-basierte Lösung, für die SAP LES von der inconso AG mit eigenen Add-ons auf den hohen Durchsatz, das hohe Tempo und die hohen Service-Anforderungen in der Filialbelieferung ausgerichtet wurde.
Die Lösung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem ausgegliederten IT-Dienstleister von Douglas, der Douglas Informatik und Service GmbH (DIS), entwickelt DIS verantwortet alle Bestandteile der IT-Architektur, vor allem das SAP Retail als ERP-System sowie die Logistiksysteme. Der hohe Anspruch an den Qualitätsstandard der Lösung, dem sich alle externen Dienstleister in diesem Umfeld stellen müssen, wird am besten dokumentiert durch die zweimalige Auszeichnung der Parfümerie Douglas und der Douglas Holding mit dem ECR Award der GS1 Deutschland. Kritischer Faktor für das geplante Projekt war und ist die zu erbringende Durchsatzleistung, beginnend bei der Erfassung über die Preisauszeichnung bis zur Warensicherung. Kritischer Faktor: Durchsatzleistung „Als die bestehende Datenbank an ihre Kapazitätsgrenze stieß, wussten wir, dass wir nicht ohne weiteres eine Lösung finden würden, die auf Anhieb unsere Anforderungen an die Geschwindigkeit des Handlings erfüllen könnte“, erläutert Ulrike Hoberg, die IT-Projektleiterin der Parfümerie Douglas International GmbH. ![]() Referenzbesuche zeigten dem Douglas Projektteam, dass seine Erwartungen an die Geschwindigkeit der Abwicklung deutlich über dem lagen, was andere bereits für Spitzentempo halten. Das Team der inconso AG war es schließlich, das noch im Auswahlverfahren eine Lösung präsentieren konnte, die die geforderten Geschwindigkeiten im Etikettendruck erreichte. Kommen die Packstücke in einem der Cross-Docking-Center an, die je für die Filialen einer Region zuständig sind, werden die Waren zunächst von den Paletten vereinzelt, die Pakete mit Eingangsdatum versehen. Das zeigt die gute Zusammenarbeit zwischen Douglas und seinen Lieferanten, dass bei Anlieferung fast alle Colli bereits mit eigener NVE versehen sind. Branchenüblich ist sonst die Vergabe von Einheitennummern nur auf Palettenebene. Steht der geplante Lieferumfang einer Filiale für den bestimmten Termin bereit, holt sich der Mitarbeiter die Waren an seinen Packtisch und die Filialbestellung auf den Bildschirm. 2,5 Scans pro Sekunde Jedes Colli wird nun vollständig entpackt, denn jeder einzelne Artikel wird gescannt, ausgezeichnet und gegebenenfalls mit einer Warensicherung versehen. Was sich so gemächlich liest, vollzieht sich in rasender Geschwindigkeit: Die CDC-Mitarbeiter „schießen“ bis zu 2,5 Scans pro Sekunde. Systemgesteuert werfen die Drucker die benötigten Preisetiketten im gleichen Tempo aus. Anschließend werden die Artikel in die Mehrwegbehälter gepackt. Dabei gilt: Die Behälter enthalten jeweils regalrein nur Herren- oder Damendüfte, Pflege- oder dekorative Kosmetik, Tester, Proben oder Boutique-Artikel. Auch beim Sortieren in die jeweiligen Mehrwegbehälter unterstützt das System die Durchlaufgeschwindigkeit durch eigens entwickelte, großflächige, graphisch auffällig aufbereitete Anzeigen, so dass die Mitarbeiter aus dem Augenwinkel erkennen können, wie zu verfahren ist. Jede Box erhält ihren individuellen Barcode, die Artikel werden mit diesem Transporthilfsmittel verheiratet. Packzettel werden elektronisch im System vorgehalten und je Box ausgedruckt – so herrschen lückenlose Bestandssicherheit und Warenverfolgung. Das LES meldet jede Buchung sowohl dem jeweiligen Filialrechner als auch dem überlagerten ERP. Dies ist ein wesentlicher Qualitätsfaktor. Denn hier im CDC entsteht der gebuchte Bestand der jeweiligen Filiale, für den sie Rechenschaft abzulegen hat. Daher werden auch Umlagerungen zwischen den Filialen stets über das zuständige CDC abgewickelt, wo die Umbuchungen vorgenommen werden. Anpassungen und Add-ons Die Steuerung dieser Vorgänge war für das SAP LES eine nicht leicht zu bewältigende Herausforderung. Drei Aspekte seien hier erwähnt: Die Mitarbeiter sorgen für eine geeignete Packdichte in den Mehrwegbehältern, daher wird während des Packens häufig ein- und wieder ausgepackt, umgepackt und zusammengepackt. Alle diese Vorgänge sind im System abzubilden. Beim Packen muss das System Artikel verschiedener Bestellungen bei mehreren Herstellern dem jeweiligen (regalreinen) Behälter zuordnen, während andere Artikel der gleichen Bestellung für einen anderen Behälter vorzusehen sind. Eine solche Überkreuzverteilung ist im Standard nicht vorgesehen und nicht ohne weiteres umzusetzen. Das Tempo der CDC-Profis beim Scannen schloss von vornherein eine reine Standardlösung aus. Zum einen erforderte die für den reibungslosen Arbeitsablauf notwendige Drucksynchronität neben dem Einsatz schneller Drucker weitere logische Optimierungen bei der Ansteuerung und der Vorschubfunktion. Zum anderen zwang die hohe Scangeschwindigkeit zur Einrichtung eines im Standard nicht vorhandenen Tastaturpuffers, um Datenverluste zu vermeiden. Trotz dieser individuellen Anpassungen blieb die volle Releasefähigkeit des SAP-Systems erhalten. „Die inconso-Mitarbeiter haben sehr intensiv, engagiert und lösungsorientiert gearbeitet“, erinnert sich Gerlinde Rossi, Projektleiterin Logistik-Prozesse, Parfümerie Douglas. „Die Lösung ist technisch sauber programmiert und dokumentiert, und insbesondere die graphischen Oberflächen sind von unseren Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen worden.“ |





